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Tethered-Cord-Syndrom (fixiertes Rückenmark)

Beim Tethered-Cord-Syndrom ist das Rückenmark im Wirbelkanal fixiert und kann sich nicht frei bewegen. Dies führt dazu, dass bei Wachstum oder Bewegung Zug auf das Rückenmark entsteht und neurologische Beschwerden ausgelöst oder verstärkt werden können. Das Syndrom kann angeboren sein oder im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen wie Spina bifida auftreten.

Da sich Symptome oft schleichend entwickeln, ist eine frühzeitige Beobachtung und Versorgung besonders wichtig.

  • Muskelschwäche oder Muskelungleichgewichte: Ungleichmäßige Kraftverteilung in der Bein- und Rumpfmuskulatur beeinträchtigt Haltung und Bewegung.
  • Zunehmende Fuß- oder Beinfehlstellungen: Muskuläre Dysbalancen begünstigen die Entwicklung von Achsabweichungen und Fußfehlstellungen, die sich mit dem Wachstum verstärken können.
  • Veränderungen des Gangbildes: Neurologisch bedingte Schwächen führen zu einem unsicheren oder auffälligen Gangbild.
  • Rückenschmerzen oder Sensibilitätsstörungen: Zug auf das Rückenmark kann Schmerzen sowie Taubheitsgefühle oder veränderte Empfindungen in Beinen und Füßen verursachen.

Der Verlauf ist individuell und hängt stark vom Ausmaß der Fixierung sowie vom Wachstumsstadium ab. Regelmäßige Kontrollen und eine angepasste Versorgung sind entscheidend.

Orthopädische Versorgung beim Tethered-Cord-Syndrom

Orthopädische Hilfsmittel leisten einen wichtigen Beitrag, um die Auswirkungen des Tethered-Cord-Syndroms auf Bewegung und Alltag zu minimieren.

  • Muskelungleichgewichte ausgleichen: Gezielt angepasste Orthesen unterstützen schwache Muskelgruppen und fördern eine gleichmäßigere Belastungsverteilung.
  • Füße und Gelenke stabilisieren: Passgenaue Hilfsmittel sichern instabile Strukturen und ermöglichen sichereres Stehen und Gehen.
  • Sekundäre Fehlstellungen vermeiden: Frühzeitige Versorgung wirkt der Entwicklung von Folgefehlstellungen entgegen und schützt vor langfristigen Schäden.

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