Die Charcot-Marie-Tooth-Erkrankung (CMT) ist eine erblich bedingte Erkrankung der peripheren Nerven, die vor allem Füße und Unterschenkel betrifft. Sie schreitet langsam fort und erfordert daher eine kontinuierliche Begleitung und regelmäßige Anpassung der orthopädischen Versorgung.
Typische Merkmale betreffen Muskulatur, Fußstruktur und Gelenkstabilität.
- Muskelschwäche und Muskelschwund: Die Unterschenkel- und Fußmuskulatur nimmt an Kraft und Volumen ab, was Bewegungskontrolle und Ausdauer erheblich einschränkt.
- Hohlfußbildung: Muskuläre Dysbalancen führen zur Ausprägung eines Hohlfußes mit erhöhtem Fußgewölbe, der die Belastungsverteilung verändert.
- Instabilität der Sprunggelenke: Geschwächte Muskulatur und veränderte Fußstruktur machen das Sprunggelenk anfällig für Umknicktraumen und chronische Instabilität.
- Sensibilitätsstörungen: Taubheitsgefühle oder veränderte Empfindungen in Füßen und Unterschenkeln beeinträchtigen die Körperwahrnehmung und erhöhen das Sturzrisiko.
Da sich die Symptome schleichend entwickeln, ist eine frühzeitige Versorgung und regelmäßige Kontrolle besonders wichtig, um Folgeschäden zu minimieren und die Mobilität langfristig zu erhalten.
Orthopädische Versorgung bei CMT
Individuell angepasste Orthesen und Hilfsmittel begleiten den Krankheitsverlauf und passen sich den sich verändernden Anforderungen kontinuierlich an.
- Stabilität beim Gehen sichern: Maßgefertigte Unterschenkelorthesen kompensieren die Schwäche der Fußheber und ermöglichen ein sichereres, kontrolliertes Gangbild.
- Vor Umknicken schützen: Gezielt angepasste Hilfsmittel stabilisieren das Sprunggelenk und reduzieren das Risiko von Umknicktraumen erheblich.
- Mobilität langfristig erhalten: Regelmäßig angepasste Versorgungen begleiten den Krankheitsverlauf und helfen, Selbstständigkeit und Bewegungsfähigkeit so lange wie möglich zu bewahren.
