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Hypertonie (erhöhter Muskeltonus)

Hypertonie bezeichnet eine vermehrte Grundspannung der Muskulatur und tritt häufig im Zusammenhang mit genetischen oder neurologischen Erkrankungen auf. Sie ist keine eigenständige Diagnose, sondern ein Symptom, das je nach Grunderkrankung unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann und Bewegung, Haltung sowie die motorische Entwicklung erheblich beeinflusst.

Die dauerhaft erhöhte Muskelspannung wirkt sich auf Beweglichkeit, Koordination und den Alltag der Betroffenen aus.

  • Eingeschränkte Beweglichkeit: Arme, Beine und Gelenke können aufgrund der dauerhaften Muskelanspannung nur eingeschränkt bewegt werden, was Alltagsbewegungen erheblich erschwert.
  • Steife Haltung oder unkoordinierte Bewegungen: Die erhöhte Spannung verhindert flüssige Bewegungsabläufe und führt zu einer starren Körperhaltung oder unkontrollierten Bewegungsmustern.
  • Schnelle Ermüdung: Die dauerhaft angespannte Muskulatur verbraucht kontinuierlich Energie, was zu rascher Erschöpfung und begrenzter Ausdauer führt.
  • Fehlstellungen und Kontrakturen: Anhaltend hoher Muskeltonus begünstigt die Entwicklung von Gelenkfehlstellungen und Kontrakturen, die sich ohne Behandlung dauerhaft festigen können.

Eine frühzeitige Erkennung und gezielte Versorgung sind entscheidend, um Folgeschäden zu vermeiden und die motorische Entwicklung bestmöglich zu unterstützen.

Orthopädische Versorgung bei Hypertonie

Individuell angepasste orthopädische Hilfsmittel wirken der erhöhten Muskelspannung gezielt entgegen und unterstützen Bewegung, Haltung und Entwicklung.

  • Muskelspannung regulieren und Fehlhaltungen vorbeugen: Orthesen positionieren Gelenke und Extremitäten in einer physiologischen Stellung und wirken der Entwicklung von Kontrakturen und Fehlstellungen entgegen.
  • Bewegungsabläufe erleichtern: Passgenaue Hilfsmittel reduzieren den Widerstand durch erhöhte Muskelspannung und ermöglichen kontrolliertere, flüssigere Bewegungen im Alltag.
  • Stabilität und Sicherheit geben: Gezielte Versorgungen stabilisieren den Körper und geben Betroffenen mehr Sicherheit beim Stehen, Gehen und in der Fortbewegung.
  • Motorische Entwicklung unterstützen: Frühzeitig eingesetzte Hilfsmittel schaffen die Voraussetzungen, damit Kinder Bewegungsmuster erlernen und motorische Meilensteine erreichen können.

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