Periphere Nervenschädigungen betreffen Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark und können Bewegung, Kraft und Sensibilität in den betroffenen Körperbereichen erheblich einschränken. Eine häufige Form im Kindesalter ist die Plexuslähmung, die meist während der Geburt durch Zug oder Druck auf den Armnervengeflecht entsteht.
Ohne gezielte Unterstützung können sich Fehlhaltungen und Bewegungseinschränkungen mit der Zeit verfestigen. Eine frühzeitige Versorgung ist daher entscheidend.
- Eingeschränkte oder fehlende Armbewegung: Der betroffene Arm kann nur teilweise oder gar nicht bewegt werden, was alltägliche Handlungen erheblich erschwert.
- Verminderte Muskelkraft: Die geschwächte Muskulatur schränkt Greif-, Halte- und Stützfunktionen des Arms ein.
- Asymmetrische Körperhaltung: Kompensationsbewegungen und muskuläre Ungleichgewichte führen zu einer einseitigen Belastung von Schulter, Rumpf und Wirbelsäule.
- Eingeschränkte Greif- und Stützfunktionen: Feinmotorische Aufgaben und das Abstützen auf dem betroffenen Arm sind beeinträchtigt oder nicht möglich.
Der Heilungsverlauf ist individuell und hängt vom Ausmaß der Nervenschädigung ab. Regelmäßige Anpassungen der Versorgung begleiten die motorische Entwicklung und unterstützen den Rehabilitationsprozess.
Orthopädische Versorgung bei peripheren Nervenschädigungen
Individuell angepasste orthopädische Hilfsmittel unterstützen die Funktion des betroffenen Arms und wirken einer dauerhaften Fehlentwicklung frühzeitig entgegen.
- Gelenke korrekt führen: Orthesen positionieren Schulter, Ellbogen und Hand in einer physiologischen Stellung und unterstützen kontrollierte Bewegungsabläufe.
- Bewegungsfunktionen unterstützen: Passgenaue Hilfsmittel kompensieren muskuläre Schwächen und ermöglichen oder erleichtern alltägliche Greif- und Stützfunktionen.
- Fehlstellungen frühzeitig entgegenwirken: Eine konsequente Versorgung verhindert die Verfestigung von Fehlhaltungen und schützt vor sekundären Gelenkveränderungen.
