Spina bifida ist eine angeborene Fehlbildung der Wirbelsäule, bei der sich der Wirbelkanal nicht vollständig schließt. Dadurch kann das Rückenmark geschädigt sein.
Da Muskeln und Nerven unterschiedlich stark betroffen sind, kommt es häufig zu Asymmetrien und Fehlbelastungen.
Die Auswirkungen hängen stark von der Höhe und Ausprägung der Fehlbildung ab
- Lähmungen oder Muskelschwäche der Beine: Je nach Höhe der Fehlbildung sind Bewegung und Kraft der Beine unterschiedlich stark eingeschränkt.
- Sensibilitätsstörungen: Betroffene nehmen Berührung, Druck oder Temperatur in bestimmten Körperbereichen vermindert oder gar nicht wahr.
- Fehlstellungen der Füße oder Gelenke: Ungleichmäßige Muskelspannung führt zu Fehlstellungen, die ohne Versorgung zunehmen können.
- Eingeschränkte Kontrolle über Blase und Darm: Nervenausfälle können auch die Steuerung der Ausscheidungsorgane beeinträchtigen.
Eine individuell abgestimmte orthopädische Versorgung unterstützt
- Die aufrechte Haltung: Orthesen und Hilfsmittel helfen, den Körper stabil und aufrecht zu halten.
- Ein möglichst sicheres Gangbild: Gezielte Versorgung verbessert die Fortbewegung und reduziert das Sturzrisiko.
- Druckverteilung und Gelenkschutz: Fehlbelastungen werden ausgeglichen, um Gelenke und Haut langfristig zu schonen.
- Die aktive Teilhabe am Alltag: Eine passgenaue Versorgung fördert Selbstständigkeit und Mobilität im täglichen Leben.
