Syndromerkrankungen sind genetisch oder entwicklungsbedingte Erkrankungen, die mehrere Körpersysteme gleichzeitig betreffen können. Jedes Syndrom und jedes Kind ist einzigartig, weshalb eine individuelle Betrachtung und Versorgung im Mittelpunkt steht.
Häufige orthopädische Herausforderungen bei Syndromerkrankungen umfassen:
- Veränderter Muskeltonus: Erhöhte oder verminderte Muskelspannung beeinflusst Haltung, Bewegung und motorische Entwicklung.
- Instabile Gelenke: Überbeweglich oder unzureichend stabilisierte Gelenke erhöhen das Risiko von Fehlbelastungen und Verletzungen.
- Fehlstellungen der Füße oder Beine: Achsabweichungen und Fußfehlstellungen erschweren das Stehen, Gehen und die Alltagsmobilität.
- Verzögerte motorische Entwicklung: Betroffene Kinder erreichen motorische Meilensteine später und benötigen gezielte Unterstützung.
Gerade bei Syndromerkrankungen ist eine individuelle, mitwachsende Versorgung besonders wichtig, da sich die Anforderungen im Laufe der Entwicklung kontinuierlich verändern.
Orthopädische Versorgung bei Syndromerkrankungen
Eine passgenaue orthopädische Versorgung begleitet Betroffene in jeder Entwicklungsphase und passt sich den wechselnden Bedürfnissen an.
- Stabilisierung instabiler Gelenke: Orthesen und Hilfsmittel sichern überbewegliche Gelenke und reduzieren Fehlbelastungen.
- Korrektur von Fehlstellungen: Gezielte Versorgung wirkt Fußfehlstellungen und Achsabweichungen entgegen und fördert ein physiologisches Gangbild.
- Unterstützung der motorischen Entwicklung: Frühzeitige Hilfsmittelversorgung begleitet und fördert die motorischen Entwicklungsschritte des Kindes.
- Mitwachsende Anpassung: Versorgungen werden regelmäßig angepasst, um mit dem Wachstum und den sich verändernden Anforderungen Schritt zu halten.
